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Immer ein guter Tipp: Kanal B http://kanalb.org
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Dienstag, 29. Mai, von 13:07 Uhr bis 13:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur
"Chronik einer Veränderung - Heiligendamm mit und ohne G8-Gipfel" "Hic te laetitia invitat post balnea sanum" - Hier lädt dich, nach dem Bade geheilt, die Freude ein. Seit dem 18. Jahrhundert folgten illustre Gäste dieser charmanten Aufforderung. Heiligendamm, das erste deutsche Seebad, begeisterte seine Besucher schon von weitem durch seine strahlend weißen, anmutigen Villen, aufgereiht wie eine Perlenkette. Doch diese Kette ist nicht mehr vollzählig. Und so wollte ein privater Investor nach der Wende ein "Arkadien" schaffen, das dem alten Seebad neuen Glanz und Dauerarbeitsplätze beschert. Im Juni, wenn in Heiligendamm die Mächtigen der G8-Staaten eintreffen und über die Probleme der Welt beraten, wird die Hauptsorge eher den ungebetenen Gästen gelten. Eine Sendung von Almuth Knigge.
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"Auf der Strecke bleiben"
Sonntag, 3. Juni, von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Deutschlandradio Kultur.
Das Stück über die misslungene Privatisierung der Bahn war ein Hit am National Theatre in London. Für "The Permanent Way" befragte der renommierte britische Dramatiker David Hare Schienenarbeiter, Politiker und Überlebende der vier schweren Bahnunfälle der vergangenen Jahre. Hare beschreibt die verrotteten Züge, die chronische Unpünktlichkeit, die Schlamperei der Betreiber. Es gibt dramatische Ereignisse, seit die staatseigene "British Rail" in mehr als 100 Gesellschaften privatisiert wurde. Verschuldung und Sanierungsbedarf erreichen eine zweistellige Milliardensumme. Ein Hörspiel von David Hare.
Wir unterstützen die EGB Kampagne für hochwertige öffentliche Dienstleistungen für alle. Die EGB-Petition kann hier: www.petitionpublicservice.eu/de unterzeichnet werden.
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TV-DOKUMENTATION ÜBER DEN G8 IN HEILIGENDAMM
Der Zaun: "Der G8-Gipfel in Heiligendamm"
3-Sat, Sonntag 14.10., 21.45 Uhr
Dokumentarfilm von Andreas Horn und Armin Marewski
Deutschland 2007, 70 Minuten
Redaktion: Udo Bremer
Erstausstrahlung
"Ein 13 Kilometer langer Zaun soll den G8 Gipfel schützen!" - Diese Meldung ließ die Filmemacher Andreas Horn und Armin Marewski aufhorchen: Ein 13 Kilometer langer und 12,5 Millionen Euro teurer Zaun für ein dreitägiges Treffen? Wer soll hier von wem getrennt werden? Geht es um Sicherheit oder ist dieser Zaun vor allem ein Symbol? - Diesen Fragen sind sie in ihrem aktuell produzierten Dokumentarfilm nachgegangen. Bereits mehrere Wochen vor Beginn des Gipfels (6.– 8.Juni 2007) reisen sie nach Heiligendamm. Sie beobachten die Veränderung des alltäglichen Lebens, die Bauarbeiten am Zaun, die zunehmende Präsenz der Polizei und dokumentieren so die Verwandlung des kleinen Küstenortes und der ihn umgebenden Landschaft in Sicherheitszonen. Dabei kommen sie auch mit Bewohnern, Touristen, Kneipiers, den Monteuren des Zauns, Polizisten, Gipfelgegnern und Pressevertretern ins Gespräch und erhalten ihre ganz unterschiedlichen Perspektiven auf den Zaun. Von Normalität kann kurz vor dem Gipfel keine Rede mehr sein. Immer häufiger wird von Eingriffen in die Bürgerrechte durch Polizeimaßnahmen berichtet, selbst in den Reihen der Polizei. Dann beginnt das Großereignis, und alle Welt schaut auf den Zaun ...
"Hauptdarsteller" des Films ist der Zaun in Heiligendamm. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigen, wie das stählerne und stacheldrahtbewehrte Bauwerk die Landschaft durchzieht und sich noch unterhalb der Wasseroberfläche entlang eines Sperrgebiets vor der Küste fortsetzt. Der Zaun ist ein Beispiel für eine neue Interpretation von Begriffen wie Freiheit, Sicherheit und Demokratie. Während im Verborgenen der "blauen Zone" ein informeller Club der acht mächtigsten Politiker dieser Welt den Anschein erweckt, im Namen aller Menschen Antworten auf die drängendsten Fragen des Planeten finden zu können, praktizieren jenseits des Zauns wie in einer Parallelwelt Bürger ihr Recht auf freie Meinungsäußerung, ohne den Fortgang der Beratungen beeinflussen zu können. Welche Wirkung hat der Zaun im Bewusstsein der Bürger, das heißt der Betroffenen, die sich ausgeschlossen sahen? Der Film zeigt den Zaun vor allem aus ihrem Blickwinkel. Es kommen aber auch die „Eingeschlossenen", die Menschen der "blauen Zone", und die Befürworter des Zauns zu Wort. Zusätzlich führen die Autoren nach den Ereignissen in Heiligendamm Gespräche über das Phänomen „Zaun" aus juristischer und politischer Perspektive. Denn was bleibt, nachdem die Politiker weggeflogen sind? Nur eine breite Schneise auf einem Kornfeld? Ist der Zaun mit seiner Demontage tatsächlich verschwunden?
Armin Marewski, einer der beiden Regisseure von „Der Zaun", wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren und lebt heute Berlin. Nach seinem Studium
- zunächst Architektur in Frankfurt, dann Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - trat er als Schauspieler an verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland auf. Seit Beginn der 90er Jahre ist er vornehmlich in deutschen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Inzwischen schreibt und entwickelt er auch Drehbücher und arbeitet als dramaturgischer Berater. Filmografie Armin Marewski.
Andreas Horn, 1965 in Mannheim geboren, lebt und arbeitet in Ludwigshafen. Er studierte in Würzburg Kommunikations-Design mit dem Schwerpunkt Film. Es schlossen sich Tätigkeiten in unterschiedlichen Sendern an, unter anderem beim Fernsehspiel des Südwestfunks, beim Schnitt des Süddeutschen Rundfunks und als langjähriger freier Mitarbeiter in den Kameraabteilungen des Bayerischen Rundfunks und des ZDF. Seit 2000 arbeitet Horn als freischaffender Künstler und Produzent in den Bereichen Film, Medien und Aktionskunst. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören der Dokumentarfilm „Mein Freund, der Tumor" (ZDF/3sat, 2001), die Dokumentation „Im Kernschatten des Mondes" sowie die Konzeption und Gestaltung der multimedialen Ausstellung „Als Feuer vom Himmel fiel" über den Bombenangriff 1943 auf Ludwigshafen.
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